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DSGVO und Zeiterfassung: Was Arbeitgeber wissen müssen

Datenschutzkonform Arbeitszeiten erfassen — ohne Überwachung, ohne Compliance-Risiko.

Verstehe deutsche Datenschutzanforderungen an Zeitdaten, Arbeitgeberpflichten und die Rolle EU-gehosteter Tools.

Auf dieser Seite

Was die DSGVO für Zeiterfassung bedeutet

Zeiterfassungsdaten sind personenbezogene Daten — sie verknüpfen Zeitstempel, Dauer und Projektbeschreibungen mit einzelnen Mitarbeitern. Damit greift die Datenschutz-Grundverordnung vollständig.

Die wichtigsten Grundsätze:

  • Rechtsgrundlage — Arbeitgeber benötigen eine klare Grundlage für die Erhebung von Zeitdaten (gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
  • Informationspflicht — Mitarbeiter müssen wissen, was erfasst wird, wie lange die Daten gespeichert werden und wer Zugriff hat
  • Technische Schutzmaßnahmen — angemessene Sicherheit nach Artikel 32 DSGVO
  • Betroffenenrechte — Auskunft, Berichtigung und Löschung müssen gewährleistet sein

Deutsche Datenschutzbehörden nehmen Mitarbeiterüberwachung besonders ernst. Tools, die über reine Zeiterfassung hinausgehen — etwa durch Screenshots oder Aktivitätstracking — geraten schnell ins Visier.

Deutsche Pflichten zur Arbeitszeiterfassung

Deutschland hat über die EU-Vorgaben hinaus eigene Anforderungen geschaffen:

  • Arbeitszeitgesetz (ArbZG) — verpflichtet Arbeitgeber zur Erfassung von Überstunden sowie Sonn- und Feiertagsarbeit
  • BAG-Urteil (September 2022) — das Bundesarbeitsgericht hat bestätigt, dass Arbeitgeber die gesamte Arbeitszeit aller Mitarbeiter erfassen müssen, nicht nur Überstunden
  • Betriebsverfassungsgesetz — existiert ein Betriebsrat, hat dieser ein Mitbestimmungsrecht bei Einführung und Ausgestaltung von Zeiterfassungssystemen

Diese Pflichten erzeugen eine doppelte Compliance-Herausforderung: Arbeitszeit muss erfasst werden (Arbeitsrecht), die erfassten Daten müssen aber gleichzeitig geschützt werden (DSGVO). Der einfachste Weg ist ein Tool, das nur das gesetzlich Erforderliche erfasst — Stunden, Pausen und Projektzuordnungen — ohne Verhaltensdaten zu sammeln.

Betriebsräte reagieren besonders sensibel auf Tools, die als Leistungsüberwachung fungieren könnten. Tastaturprotokollierung, Screenshot-Erfassung oder Leerlaufzeit-Erkennung führen häufig zu formellen Einsprüchen.

Ein DSGVO-konformes Tool auswählen

Bei der Bewertung von Zeiterfassungstools für deutsche Organisationen sind folgende Faktoren entscheidend:

  • Datenstandort — Server in Deutschland oder der EU machen aufwendige internationale Datentransfer-Bewertungen überflüssig
  • Minimale Datenerhebung — das Tool sollte Zeiteinträge erfassen, ohne Bildschirminhalte, App-Nutzung oder Standortdaten zu sammeln
  • Nachvollziehbarkeit — klares Logging, wer auf welche Daten zugegriffen hat
  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) — jeder SaaS-Anbieter, der Mitarbeiterdaten verarbeitet, muss einen abschließen
  • Transparenz bei Unterauftragsverarbeitern — du solltest genau wissen, welche Dritten deine Daten verarbeiten

Tools, die auf Infrastruktur wie Hetzner in Deutschland gehostet werden, bieten einen praktischen Vorteil: Die Daten verlassen nie die deutsche Jurisdiktion. Das vereinfacht die DSGVO-Dokumentation und überzeugt auch vorsichtige Datenschutzbeauftragte.

Wie Teetrack die DSGVO-Compliance unterstützt

Teetrack wird auf Hetzner-Servern in Deutschland gehostet. Alle Daten unterliegen deutschem und EU-Recht.

Zentrale Compliance-Merkmale:

  • Keine Mitarbeiterüberwachung — keine Screenshots, keine Tastaturprotokolle, keine Leerlauferkennung
  • Deutscher Datenstandort — Hetzner-Rechenzentren in Falkenstein und Nürnberg
  • Minimaler Daten-Footprint — gespeichert werden nur Zeiteinträge, Projektzuordnungen und Teamstruktur
  • Datenexport — Workspace-Inhaber können alle Daten für Audits oder Auskunftsersuchen exportieren
  • Kontolöschung — individuelle Nutzerdaten können beim Ausscheiden oder auf Anfrage entfernt werden

Für Organisationen mit Betriebsrat erleichtert der begrenzte Datenumfang von Teetrack die Betriebsvereinbarung — es gibt keine versteckte Überwachung, über die verhandelt werden müsste.

Häufig gestellte Fragen

Müssen deutsche Arbeitgeber alle Arbeitszeiten erfassen?

Ja. Nach dem BAG-Urteil vom September 2022 müssen deutsche Arbeitgeber die vollständige Arbeitszeit aller Mitarbeiter erfassen — nicht nur Überstunden. Die konkreten Umsetzungsdetails werden noch gesetzlich ausgestaltet, die Pflicht gilt aber bereits.

Kann der Betriebsrat ein Zeiterfassungstool ablehnen?

Der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungsrecht bei der Einführung und Ausgestaltung technischer Systeme, die Verhalten oder Leistung der Mitarbeiter überwachen können. Ein Tool, das nur Stunden und Projekte erfasst, lässt sich leichter genehmigen als eines mit Überwachungsfunktionen.

Reicht ein US-gehostetes Tool für die DSGVO-Compliance?

Möglich, aber deutlich aufwendiger. Du benötigst Standardvertragsklauseln, musst eine Transferfolgenabschätzung durchführen und das Risiko durch US-Überwachungsgesetze bewerten. Ein in Deutschland gehostetes Tool vermeidet diesen gesamten Aufwand.

Was speichert Teetrack über Mitarbeiter?

Teetrack speichert Zeiteinträge, Projektzuordnungen und grundlegende Kontoinformationen. Es werden keine Screenshots, Tastatureingaben, Standortdaten oder Aktivitätsmuster erfasst. Alle Daten liegen auf Hetzner-Servern in Deutschland.

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